Fahrrad- Lastenanhänger

(Pedelec tauglich)

Mit einem großen Lastenanhänger kann man, zumindestens bei Strecken von nicht mehr als 25 km) mindestens soviel und so gut transportieren wie in einem Kleinwagenkoferraum. Ein Lastenfahrrad ist bestimmt auch gut, setzt aber der Ladungsmenge und -länge enge Grenzen und ist recht teuer. Viele Menschen haben schon ein gutes Fahrrad oder ein Pedelec. Dann ist eigentlich nur ein Anhänger nötig, den man nur dann mitnimmt, wenn man wirklich viel transportieren möchte (fällt auch nicht um).

 

 

Mit einem gebrauchten Kinderfahrradanhänger fing alles bei mir an. Dann kam irgendwann ein weiterer Kinderfahrradanhänger dazu, der zu einem kleinen Lastenanhänger umgebaut wurde. Dieser Lastenanhänger wurde dann schnell größer, immer wieder verbessert oder gleich durch einen neuen ersetzt.

Mein Lastenanhänger wird bei mir mit einem Pedelec benutzt und ist über viele tausend Kilometer intensiv getestet. Er wird oft mit über 100 KG Gewicht beladen (ich wohne am flachen Niederrhein) , bei Geschwindigkeiten meistens von 20– 30 Km/h und in allen Jahreszeiten und Witterungen gefahren.

 

Es war mir bei der Entwicklung sehr wichtig, einen sicheren, ausreichend stabilen, möglichst leichten und vor allem möglichst günstigen Fahrrad-Lastenanhänger zu konstruieren.

Ein Fahrrad-Lastenanhänger muss, wenn er über ca. 20 Km/h schnell gezogen wird, - zum Beispiel mit einem Pedelec-, auf jeden Fall vorne etwas „Stützlast“ haben. Das heißt, vor der Achse muss mehr Gewicht liegen als hinter der Achse. Oder anders gesagt: Die Ladung muss so verteilt werden, dass vorne auf der Anhängerkuplung immer etwas Druck nach unten ist.

Lange Gegenstände sind also mit einem kurzen Fahrradanhänger nur schwer bis gar nicht, oder nur sehr langsam transportierbar.

 

Der lange Lastenanhänger hat eine Ladefläche, die innen 2 Meter lang ist. Das reicht schon für Manches. Man kann mit ihm sogar Gegenstände von drei bis fast vier Meter Länge transportieren, wenn man sie oben drauf legt und mit einem Spanngurt befestigt. Mitlerweile habe ich fast immer eine wasserdichte, fest verschließbare Kiste auf dem Anhänger. Damit ist alles Werkzeug etc. immer gut und sicher aufbewahrt, auch wenn man mal noch zum Beispiel etwas einkaufen möchte. Das macht das Leben viel leichter.

 

Eine stabile Anhängerkupplung ist für einen Lastenanhänger natürlich sehr wichtig. (Die einfachen Federkupplungen zum Beispiel halten das nicht aus.) Ich bevorzuge Kreuzgelenke aus Autolenkgestängen. Sie sind günstige Massenware und stark genug.

 

Wer viel Wert auf einen besonders leichten Lastenanhänger legt, in dem trotzdem genug Platz für lange Gegenstände ist und wer selten ganz schwere Gegenstände transportieren möchte, der kommt sicherlich mit einem ungebremsten Anhänger gut zurecht. - Die Bremsbeläge am Fahrrad verschleißen entsprechend schneller, weil sie stärker beansprucht werden. Es sollten mindestens Synchronbremsen, oder besser V-Brakes oder Cantilever-Bremsen vorhanden sein. Ganz einfache Seitenzug-Felgenbremsen, wie noch an manchen älteren Fahrrädern zu finden sind, sind zu schwach. Sie lassen sich aber meistens einfach gegen die viel stärkeren Synchronbremsen austauschen.

 

Wer öfters schwere Lasten bewegt, sollte das Mehrgewicht einer Auflaufbremse nicht scheuen. Im Netz ist zwar oft die Rede von Anhängern mit einer solchen Bremsanlage. Aber es gibt erstaunlicherweise kaum Anhänger mit Bremse zu kaufen. Oder sie sind sehr teuer. Eine hydraulische Bremse war mir zu aufwändig, fertige Systeme zu teuer. So habe ich halt selbst gebaut. Die schwierigkeit war, dass ich den Anhänger mit seitlicher Deichsel fahren wollte. Da ist es nicht ganz so einfach. Die so entstandene Kugelgelagerte Auflauf- Bremsanlage mit V-Brakes funktioniert mitlerweil sehr gut. Der Bremsweg des Gespannes wird sehr viel kürzer. Das Fahren macht viel mehr Spass. Die Kosten sind günstig, weil vor allem Industrie-standartteile verwendet werden können.

 

Um Gewicht und Kosten möglichst niedrig zu halten hat es sich bei mir seit Jahren bewährt, als „Federung“ nur ein dickes Schaumstoffpolster in den Anhänger zu legen. Es verhindert, dass die Ladung bei jedem kleinsten Hubbel klappert wie ein „Sack Muscheln“, ist sehr leicht und fast wartungsfrei.- Doch nach viel Gebrauch wetzt so eine Unterlage doch durch und ich hatte irgendwann Lust auf richtige Federung. Deshalb haben meine neuen Anhänger eine einfache, stabile, aber sehr wirkungsvolle Spiralfederung. Zwei Spiralfedern mit je ca. 90 Kg Federkraft haben sich sehr bewährt.

 

Zur Zeit überlege ich diesen  Winter einen neuen Anhänger zu bauen, der vor allem viel leichter ist als der bisherige. Ich habe da so manche Idee. Vor allem kann die wandstärke der Rohre warscheinlich viel dünner sein. Auch die Bremsanlage kann noch leichter werden.

Gerne kann ich auch einen Anhänger nach deinen ganz eigenen Ideen und Bedürfnissen bauen.

 

Wenn du keinen fertigen Anhänger kaufen möchten, aber Fragen hast, Tips zum selber machen etc brauchst, kannst du dich natürlich auch gerne über das Kontaktformular mit mir in Verbindung setzen.

 

 

 

 

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